Chronik

Die Vereinsleitung unter dem Vorsitzenden Artur Ihrig (1962 – 1964)

Artur Ihrig kam am 29. Juni 1962 in das Amt als 1. Vorsitzender. Auf seiner Initiative hin, wurde der Sportplatzbau weiter vorangetrieben, ebenso der Sportheimneubau. Aus der Mitteilung an die Gemeindeverwaltung Oberdielbach ist zu entnehmen, dass bis zum Oktober 1964 insgesamt 3675 Arbeitsstunden (Eigenleistung) erbracht wurde. Dies ist eine erstaunliche Leistung, da die Eigenarbeiten auf freiwilliger Basis erfolgten.

Anlässlich des Sportfestes vom 2. Bis 5. August 1963 konnte der fertig gestellte Sportplatz eingeweiht werden. Seine Ausmaße betrugen jetzt 100m Länge und 65m Breite. Die Erdarbeiten wurden von der Firma Rudolf Gärtner aus Eberbach durchgeführt. Das Anlegen des Rasens erfolgte mit wohlwollender Unterstützung durch die „Süddeutsche Saatzucht“ in Oberdielbach unter Geschäftsführer Fritz Schmidt sen. Auch sportliche Erfolge fallen in die Ära Artur Ihrig. Nachdem die Seniorenmannschaft 1962/63 aus der A-Klasse absteigen musste, gelang in der folgenden Runde der sofortige Wiederausieg in diese Klasse durch Erringung der Kreismeisterschaft. In der Saison 1963/64 wurde die Schülermannschaft unter Jugendleiter Josef Büchler Kreismeister. Während des Sportplatzneubaus fand der Spielbetrieb auf dem Sportplatz in Mülben bzw. auf dem Sportgelände des Nachbarvereins Schollbrunn statt. Die Jugend spielte seinerzeit im Gewann Neugereuth auf einer Wiese, die als Fußballplatz hergerichtet wurde. Das Gewann Neugereuth liegt inwendig der Lindacher Straße, bekannt unter dem Namen „Transeuropa“ (Verbindungsstraße zwischen Strümpfelbrunn und Baugebiet Breitenfeld).

Die Vereinsepoche Peter Back sen. (1964 – 1972)

Eine erhebliche Weiter- und Fortentwicklung nahm der Sportverein unter dem 1. Vorsitzenden Peter Bach. Das Anfang 1965 noch im Rohbau befindliche Sportheim wurde fertig gestellt und anlässlich eines Sportfestes (31. Juli bis 2. August 1965) eingeweiht. Weiterhin wurde eine Flutlichtanlage errichtet. Vereinsausflüge fanden 1965 nach Innsbruck, 1967 nach Bernau am Chiemsee und 1969 nach Weisbach in den bayrischen Alpen statt. In den 60er Jahre verfügte der Verein über erfolgreiche Schüler- und Jugendmannschaften. So rückte die A-Jugend 1965 in die Main-Neckar-Staffel auf. Die Seniorenmannschaft musste dagegen nach der Saison 1965/66 in die B-Klasse absteigen. Die Bewirtung der Sportplatzgaststätte erfolgte ab dem 1. März 1965 von den Eheleuten Heini und Käthe Schölch; ab dem 1. Mai 1966 von den Eheleuten Edwin und Babara Bauer und schließlich ab 1. Juni 1968 durch Frau Erika Bracht. In allen drei Fällen wurden Pachtverträge zwischen dem SV Dielbach und den jeweiligen Privatpersonen abgeschlossen. Frau Erika Bracht bewirtschaftete das Vereinsheim insgesamt 22 Jahre bis zum 31. Mai 1990. In all den Jahren als „Vereinswirtin“ zeigte sie großes Engagement und galt als die „Mutter“ bzw. „gute Seele“ des Sportvereins.

Ferner wurde unter der Vereinsführung von Peter Back die Vereinssatzung am 21. Mai 1969 neu verfasst (Jetzt 22 Paragraphen) und galt in dieser neuen Fassung bis zum 6. Februar 1982. Ein Höhepunkt im Vereinsgeschehen war das 25- Jährige Vereinsjubiläum vom 30. Juli bis 2. August 1971. Bei einer Totenehrung wurde der gefallenen, der vermissten und verstorbenen Vereinsmitglieder in Ehrfurcht gedacht. Anlässlich des Festbankettes wurden zahlreiche verdiente Mitglieder sowohl von Verein als auch vom Verband geehrt.

Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der 23. Januar 1970. Der Sportverein wurde beim Amtsgericht (Registergericht) Eberbach ins Vereinsregister eingetragen und trug fortan den Namen Sportverein Frisch-Auf e.V. mit Sitz in Oberdielbach. Somit erhielt unser Verein einen einwandfreien Rechtsstatus, als so genannte juristische Person (Personenvereinigung). Dieser Schritt war notwendig, um den erhöhten Anforderungen an den Verein wie Haftung und steigende Mitgliederzahl (1971 insgesamt 143 Mitglieder) gerecht zu werden. Seit dem 1. Januar 1971 gab es eine Damenfußballmannschaft, die jedoch 1974 wieder aufgelöst wurde. Trainiert wurde diese Mannschaft von Friedrich Schölch. Zwei Betriebsmannschaften (Volksbank Eberbach und Fa. Möbel Dewald in Eberbach) schlossen sich 1971 dem Verein an. Auch fanden 1971 Fusionsgespräche zwischen dem SV Dielbach, SV Schollbrunn, TSV Strümpfelbrunn, VfR Waldkatzenbach und SC Weisbach statt. Eine Zusammenlegung der „Winterhauchvereinen“ wurde von allen einhellig abgelehnt.

Der Sportverein unter der Führung des 1. Vorsitzenden Klaus Heß (1972 - 1980)

In der Generalversammlung vom 8. Januar 1972 im „Dielbacher Hof“ wurde Klaus Heß zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die achteinhalb Jahre Vorstandschaft von Klaus Heß kann als die Konsolidierungsphase des Sportvereins angesehen werden, d.h. das Vereinsgeschehen verfestigte, vereinigte und sicherte sich. 1974 wurde wegen der Gemeindereform der Vereinssitz von Amts wegen geändert; neuer Vereinssitz wurde Waldbrunn.

1976/77 begann die gemeinsame Jugendarbeit mit dem SV Schollbrunn und dem VfR Waldkatzenbach, da die eigene Nachwuchsspielerdecke im Jugendbereich des SV Dielbach nicht mehr für eine eigene Schüler- und Jugendmannschaft ausreichte. Ebenfalls im Jahre 1977 wurden zahlreiche Renovierungsarbeiten an den Sportstätten vorgenommen. So wurde auf dem Hauptplatz der Rasen erneuert und gleichzeitig ein Trainingsplatz angelegt, der 1980 erweitert wurde und heute noch dem Verein zur Verfügung steht. Die Flutlichtanlage vom Hauptplatz auf den Nebenplatz (Trainingsplatz) verlagert.

Am 1. Juli 1978 wurde eine Karateabteilung gegründet und eine Damengymnastikgruppe trat ebenfalls im gleichen Jahr dem Verein bei. Im Zuge der allgemeinen Liberalisierung im Fußballsport kam auch unser Verein zum ersten Mal in den Genuss einer Trikotwerbung, gesponsert durch das Maler- und Gipsergeschäft Peter Back in Oberdielbach. Geldspenden flossen dem Verein auch aus örtlichen Geschäften zu. Schöne Vereinsausflüge fallen in die Zeit der Amtsführung von Klaus Heß; 1972 nach Bozen/Südtirol und 1977 nach Hamburg und Lübeck.

Im Jahr 1979 erhielt der Sportverein seinen heutigen Namen Sportverein Frisch-Auf Dielbach e.V. mit Sitz in Waldbrunn. Weiterhin konnten viele neue Mitglieder für den Verein gewonnen werden. So bestand 1980 der Verein aus nicht weniger als 255 Mitgliedern. Das Sportliche Geschehen kann in dieser Zeit als durchwachsen beschrieben werden. Lediglich die Reservemannschaft spielte erfolgreich. Sie belegte zwischen 1973 und 1979 je dreimal den 1. bzw. den 2. Platz in der Abschlusstabelle. Bedingt durch eine Spielklassenänderung spielte die 1. Seniorenmannschaft ab der Saison 1977/78 in der A-Klasse, nachdem sie seit dem Abstieg 1966 in der B-Klasse spielberechtig war.

Die Vereinsleitung in den Händen von Reinhard Kessler (1980 - 1984)

Am 13. Juni 1980 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Café Schölch statt, in welcher der bisherige 2. Vorsitzende zum 1. Vorsitzende gewählt wurde. In seiner Amtszeit wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Sportheim vorgenommen. Die Damengymnastikgruppe trat 1982 aus dem Verein aus und die Karateabteilung wurde 1983 aufgelöst. Erstmals fand im Jahre 1983 in Dielbach ein Ortsturnier um einen Wanderpokal mit den anderen Sportvereinen aus Waldbrunn (TSV Strümpfelbrunn, SV Schollbrunn, SC Weisbach und VfR Waldkatzenbach) statt. Ferner wurde das Nutzungsrecht für die Gerätehalle erworben. Die Jugendarbeit in den Spielgemeinschaften wurde unter Reinhard Kessler fortgeführt. Die Seniorenmannschaft spielte zu dieser Zeit erfolgreich in der A-Klasse. Negativ begleitet war das Vereinsgeschehen mit einem Einbruchsdiebstal in das Klubhaus.

Die Amtszeit von Henryk Hilbers als 1. Vorsitzender (1984 - 1988)

In der ordentlichen Mitgliederversammlung in der „Grillhütte“ wurde Henryk Hilbers am 21. Januar 1984 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zunächst wurde 1984 die bestehende Jugendspielgemeinschaft erweitert; der SV Neckargerach kam hinzu. Der Gesamtjugendbereich in der Spielgemeinschaft (SV Dielbach, SV Schollbrunn, VfR Waldkatzenbach und SV Neckargerach) stand unter der erfolgreichen Leitung von Meinhard Link vom SV Neckargerach. Ab 1985 wurde die Jugendspielgemeinschaft durch den Betritt des SV Zwingenberg erweitert. Höhepunkt der Amtszeit von Henryk Hilbers war das 40-Jährige Vereinsjubiläum vom 4. – 7. Juli 1986. Während der Festveranstaltung konnten zahlreiche Ehrungen für verdiente Vereinsmitglieder vorgenommen werden.

1987/88 fanden Verhandlungen unter Henryk Hilbers‘ Führung mit der Gemeindeverwaltung in Person von Gerhard Hauck über Ausbauabsichten des Sportheims statt. Es wurden die Planungsunterlagen für den Umbau und Ausbau des Sportheims erstellt. Henryk Hilbers leistete also für die Fortentwicklung des SV Dielbach, wie andere Vorsitzende, Pionierarbeit. U.a. wurden Sportheimdacherneuerungen und Speichersanierungen vorgenommen. 1987 wurde der Trainingsplatz ausgebaut und mit neuen Toren sowie einem Schutzzaun versehen. Erstmals fand am 1. Mai ein „Familienwandertag“ für die Vereinsangehörigen statt, der bis heute noch fester Bestandteil der Geselligkeit im Sportverein ist. Sportlich gesehen waren die Seniorenmannschaften immer in der Spitzengruppe der A-Klasse zu finden. Die Jugendarbeit lag von 1976 bis 1987 in den Händen des Kreisjugendleiters Werner Braun.

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